September-Ernte: Was jetzt aus dem Beet kommt

September. Die Tage werden kürzer, die Morgen kühler – und das Beet ist voller als je zuvor. Was im Frühling gesät und im Sommer gehegt wurde, ist jetzt reif. Kürbisse leuchten orange, Tomaten hängen in Trauben, und der erste Frost ist noch weit genug weg, um das alles in Ruhe zu ernten.

Der September ist der Erntemonat schlechthin. Hier ist, was jetzt reif wird – und was du beachten solltest.

Kürbisse: Den richtigen Moment erwischen

Kürbisse lassen sich leicht falsch einschätzen. Ein Kürbis, der groß ist, muss nicht reif sein. Und ein reifer Kürbis kann ruhig noch ein paar Wochen am Strauch hängen.

Das sichere Zeichen der Reife: Der Stiel beginnt zu verkorken und zu verholzen. Ein reifer Kürbis klingt hohl, wenn du draufklopfst. Die Schale ist hart – kein Fingernagel kann sie eindrücken.

Geerntet wird mit einem guten Messer, nicht durch Abreißen. Der Stiel bleibt beim Kürbis – das verlängert die Haltbarkeit erheblich. Reifen Kürbis einige Wochen an einem trockenen, warmen Ort nachreifen lassen. Dann hält er gekühlt und trocken bis weit in den Winter.

Späte Tomaten: Wettrennen gegen den Frost

Tomaten reifen im September langsamer, aber zuverlässig. Wer grüne Früchte hat: Nicht verzweifeln. Grüne Tomaten reifen im Haus nach – dafür einfach in der Zeitung einwickeln oder auf dem Fensterbrett ausbreiten, nicht im Kühlschrank.

Wenn die Wetterprognose anhaltenden Frost ankündigt: Alle Tomaten abholen, die irgendwie Farbe haben. Besser grün einrichten als von der Kälte erwischen lassen.

Wurzelgemüse: Noch im Boden

Möhren, Pastinaken und Petersilienwurzel mögen es, wenn es kühler wird – der Frost wandelt Stärke in Zucker um und macht das Gemüse süßer. Sie müssen jetzt nicht dringend geerntet werden. Im Boden überstehen sie leichte Fröste problemlos.

Wer sie lagern möchte: Kraut abschneiden, in feuchtem Sand einschlagen, kühl aufbewahren. So halten Möhren bis weit in den Winter.

Kräuter trocknen und einfrieren

Basilikum verträgt keinen Frost – jetzt ernten, was noch da ist. Zum Einfrieren: grob hacken, in Eiswürfelbehälter mit etwas Öl einfrieren. Hält Monate.

Andere Kräuter wie Thymian, Oregano und Salbei können jetzt getrocknet werden. Einfach Sträuße binden, kopfüber an einem luftigen, schattigen Ort aufhängen. Nach zwei bis drei Wochen sind sie trocken und können in Gläser.

Was jetzt noch im Beet steht

Kohl (Grünkohl, Rosenkohl, Wirsing) kommt erst nach dem ersten Frost richtig in Fahrt – Kälte macht ihn süßer und zarter. Stehen lassen.

Feldsalat und Spinat, der im August gesät wurde, ist jetzt erntefertig oder kurz davor. Ruhig stehen lassen – er hält auch leichten Frost aus.


September ist der Beweis, dass Gärtnern sich lohnt. Alles, was man über den Sommer in den Boden gesteckt hat, kommt jetzt zurück.

Leini hat diesen Beitrag für euch geschrieben – aufgewachsen im Vereinsgarten, immer dabei, nie weit vom Kompost.